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05.05.2007 Chemnitzer Morgenpost

Ingenieure aus Niederwiesa legen die Eremitage trocken. Unschätzbare Kunst-Werte werden vor Feuchtigkeit gerettet

Was passiert, wenn eine der wichtigsten Kunstsammlungen der Welt nasse Füße bekommt? Sie holt sich Profis aus Sachsen ins Haus. Seit einigen Monaten sind Ingenieure der Firma „Drymat“ aus Niederwiesa damit beschäftigt, die ehrwürdigen Gemäuer der Eremitage in Sankt Petersburg trockenzulegen.


Frank Lindner konnte es kaum fassen, als seine Firma Drymat den russischen Riesenauftrag zur Trockenlegung der Eremitage bekam: „Seit 2004 stehen wir in Kontakt. Schnell stellte sich heraus, auf welche Mammutaufgabe wir uns da eingelassen haben.“ Denn nach Russland fährt man nicht mal eben so - erst recht nicht in seine Schatzkammer: „Die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem streng. Die Eremitage ist wie ein Staat im Staate.“ Dazu kommt bis zu 4,50 Meter dickes Mauerwerk. Der Mörtel ist durch beigemischtes Eigelb besonders fest. Lindner: „Damit werden wir noch Jahre zu tun haben.“


Den ersten Abschnitt haben die Entfeuchter aus Niederwiesa geschafft: „Das Winterpalais konnten wir am 4. April übergeben“, sagt der Inhaber erleichtert. Seine kleinen Apparate bleiben fest eingebaut. Sie sollen wie ein Schutzschild wirken - damit das Wasser in der Mauer überflüssig bleibt.

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